Therapeutisches Reiten an der Selma-Lagerlöf-Schule

Seit 2007 gibt es einen kleinen Reitplatz an der Selma-Lagerlöf-Schule. Einmal die Woche findet Therapeutisches Reiten statt.

Therapeutisches Reiten bietet vielfältige Fördermöglichkeiten in den Bereichen Psychomotorik besonders Motorik (Haltungsschulung, Haltungsaufbau, Ausdauer, Kraftdosierung, Koordination, Gleichgewicht) Wahrnehmung, Sprach- und Kommunikationsförderung, soziales Lernen mit Tieren, Abbau von Ängsten, sich selber mehr zutrauen. Um dies zu ermöglichen, wird das Pony Monti zur Schule geholt.
Dafür hat die Schule einen Reitbeteiligungsvertrag mit Montis Besitzerin abgeschlossen. In drei Unterrichtsblöcken arbeiten drei verschiedene Schülergruppen mit dem Pferd. Die Schüler versorgen das Pferd mit Heu, Wasser, Müsli und Leckerlis. Sie entfernen Pferdeäpfel, putzen das Pferd, führen es und Reiten schließlich mit ihm. Sie lernen, Rücksicht auf das Pferd zu nehmen und zu warten, bis sie an der Reihe sind.
Alle Schüler nehmen individuell nach ihren Möglichkeiten Kontakt zum Pferd auf. Manche halten dabei mehr Abstand, andere wiederum sind sehr aufgeschlossen und suchen viel Körperkontakt zum Tier.


Mit einer kleinen Aufstiegshilfe steigen die Schüler auf. Monti bleibt solange ruhig stehen, bis ihr der Reiter das Kommando zum Gehen gibt: „Monti Scheeerittt!“ Erfreut sind die Schüler, wenn das Pferd ruhig und gelassen mit ihnen die Runden dreht und auf sie hört.
Eine Mitarbeiterin führt das Pferd, die andere Mitarbeiterin geht neben dem Schüler und stellt die Arbeitsaufträge. Von Woche zu Woche kann man sehen, dass sich die Schüler immer mehr zutrauen und mutig Turnübungen auf Monti ausführen. Auch wenn sich die Schüler dabei mal ungeschickt bewegen, lässt sich Monti dennoch nicht aus der Ruhe bringen. Sogar Ballspiele auf dem Pferd sind für Monti kein Problem: Geduldig und ohne Scheu bleibt sie stehen, wenn sich die Schüler die Bälle zu werfen. Und verirrt sich mal ein Ball und trifft sie, so stört sie das auch nicht.

Monti kommt in der Zeit von den Osterferien bis zu den Herbstferien regelmäßig mittwochs. Das Pony wird morgens zur Schule um 7.45 Uhr geholt und um 14.15 Uhr zum Hof nach Wettbergen zurückgebracht. Im ersten und zweiten Unterrichtsblock arbeiten jeweils 3 Schülerinnen und Schüler mit dem Pferd, in der 5.Stunde 1 Schüler und im letzten Block sind nochmal 3-4 Schüler mit dabei.

Die monatliche Reitbeteiligung wird dankenswerterweise unterstützt von der Mehr Aktion für Kinder und Jugend e.V. Alle weiteren Kosten übernimmt der Förderverein.

Therapie-Begleithunde

An der Selma-Lagerlöf-Schule kommen auch Therapie-Begleithunde zum Einsatz.

Die tiergestützte Therapie ist eine Maßnahme im Rahmen eines zielgerichteten therapeutischen Konzeptes. Um Therapieziele besser und schneller erreichen zu können, werden Tiere in die Therapie mit einbezogen. Im Vorfeld der Therapie werden für jeden einzelnen Schüler genaue Zielsetzungen ausgearbeitet. Bei einer positiven Grundeinstellung des Menschen gegenüber Hunden können diese die Kontaktaufnahme  und den Zugang erleichtern und dadurch die aktive Teilnahme an der Therapie fördern.

Die Hunde haben gelernt mit verschiedenen Beeinträchtigungen von Menschen umzugehen und sie führen auf Anweisung die gewünschten Hilfestellungen in der Therapie durch. Durch den Kontakt mit einem Hund kann ein Mensch neue Impulse erfahren. Dies bedeutet für den betroffenen Menschen oft eine immense Motivationssteigerung, um sich mehr mit der Umwelt und mit sich selbst auseinanderzusetzen. Dabei wirkt der Hund durch seinen Anblick, den Körperkontakt, der Kommunikation und der Interaktion fördernd auf den Menschen. Dieses Phänomen ist der Schlüssel für den Erfolg eines tiergestützten therapeutischen Einsatzes.  

     
  • Förderung des allgemeinen Wohlbefindens 
  • Förderung der Selbstwahrnehmung
  • Reduktion von Angst
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Anregung der kognitiven Fähigkeiten
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit
  • Förderung von Verantwortungsbewusstsein
  • Wahrnehmung von Körperveränderung bei Entspannung und  Bewegung
  • etc.

Schulhunde besuchen ein Seminar

Am Sonntag, den 07.12.2014 haben 6 Therapie-Begleithunde mit ihren Zweibeinern ein Tagesseminar zum Thema Tellington TTouch für Schulhunde in unserem Schulgebäude in Empelde besucht.

Insbesondere Hunde, die uns in die Schulen begleiten, werden in ihrer Arbeit mit vielfältigen visuellen, akustischen, taktilen und olfaktorischen Reizen konfrontiert. Unerwartete Schülerreaktionen und fremdartige Situationen können sie stark beeindrucken und Stress hervorrufen - auch wenn wir noch so sehr bemüht sind, sie davor zu schützen.
Eine Möglichkeit, die Hunde in ihrer Arbeit sanft zu unterstützen, bietet die Tellington Methode. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche, gewaltfreie Arbeitsmethode, die vor über 30 Jahren von der weltweit agierenden kanadischen Tiertrainerin Dr. hc Linda Tellington-Jones auf Grundlage der Feldenkrais-Arbeit entwickelt wurde. Durch spezielle achtsame Berührungen und Übungen können bei den Hunden ein besseres Körperbewusstsein erzeugt und somit ihr Wohlbefinden und Verhalten positiv beeinflusst werden. Konzentrations- und Lernfähigkeit können dadurch gestärkt, die Kooperationsbereitschaft verbessert, die Beziehung zwischen Hund und Hundeführer intensiviert werden.

Die Seminargebühren der Teilnehmer wurden in vollem Umfang dem Förderverein gespendet. Herzlichen Dank dafür.

 

Unser Schulzoo wäre ohne unsere Kleintiere nicht komplett. Neben unseren Kaninchen gibt es noch Fische und Mäuse. Hier lernen schon die jüngsten Schüler Verantwortung zu übernehmen in Bezug auf Rücksichtnahme gegenüber schwächeren Lebewesen, Käfig bzw. Aquarium säubern und pflegen, die Tiere füttern und streicheln. Mit den zutraulichen Kaninchen haben unsere Schüler sehr viel Spaß.

Bilder zu diesen und vielen weiteren Projekten finden Sie hier.